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März 2016

Zwar nicht in die Weltpresse, aber immerhin am 10.03.2016 ins Höchster Kreisblatt brachte es die steinwerkstatt rosemann mit dieser stattlichen Gedenktafel aus honiggelbem Sandstein. Sie erinnert fortan an die verstorbenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Raum der Stille des Klinikums Frankfurt-Höchst.






Februar 2016


Wie schon vor sechs Jahren durfte auch diesmal die steinwerkstatt rosemann eine Gedenktafel in der Frankfurter St. Bonifatius-Kirche anbringen, im aktuellen Fall für den verstorbenen langjährigen Küster, Herrn Grams. Immer liegt eine leicht mystische Anmutung mittelalterlichen Zunfthandwerks über den Arbeiten in der schummrigen Seitennische der großen Kirche.





Juni 2015

Tischplatten oder Kommodenabdeckungen aus Naturstein zu reparieren ist für die steinwerkstatt rosemann zur Routine geworden. Nicht zuletzt sorgt eine große Frankfurter Spedition für stetigen Nachschub an Aufträgen, denn auch härtester Granit geht bei unsachgemäßer Handhabung im Nu entzwei.

Wenn aber eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit fast zweitausend Mitarbeitern anklopft, ist es doch etwas Besonderes. Sieben kreisrunde Stehtischplatten, die beim Transport ausgefranst waren, galt es, vor dem Zerschreddern zu retten. Nach geglückter Restaurierung können nun Frau Angermann und Herr Weinert wieder beim Prosecco plaudern, ohne mit dem Ärmel in einem kleinen Granitkrater hängen zu bleiben.













April 2015

Der Abbau eines mehrteiligen Grabmals, zumal wenn es einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat, birgt immer wieder Überraschungen.

Sind die einzelnen Teile verdübelt, verklebt oder mit Metallklammern verbunden? Der Aufwand für das schonende Zerlegen und Wiederzusammensetzen ist jedenfalls beträchtlich. Dass er sich in der Regel auch lohnt, zeigen beispielhaft nebenstehende Fotos.















November 2014

Auch dieses Grabmal aus rotem Mainsandstein, das einen Inka-Häuptling mit imposantem Federschmuck darstellt, entstand in der steinwerkstatt rosemann.

Während daneben und dahinter noch christliche Symbolik der frommen Hoffnung auf ein ewiges Leben Ausdruck verleiht, steht die Inka-Figur für das Diesseits eines individuell gelebten Lebens – Friedhofskultur im Wandel.





August 2014

Dass der Auftraggeber den Steinmetz nach getaner Arbeit mit einem Glas Wein in der Hand fotografiert, passiert nicht alle Tage, zumal es um das Grabmal des bei einem Sportunfall verstorbenen Bruders geht. Man mag darin den menschenfreundlichen Widerstand gegen die Schockwellen des plötzlichen Verlusts sehen, das Weitertragen der stillen Botschaft, die Feier des Lebens täglich zu erneuern.






Mai 2014

Links der allererste (verkaufte!) Grabstein aus eigener Produktion, hervorgegangen aus einem kostenlosen Restbrocken vom Steinbruch – mit leicht ungelenker Schrift, aber nicht ganz unsouverän hingehauener Rose. Rechts eine Grabanlage aus poliertem Gneis, aufgestellt 13 Jahre später in Frankfurt-Nied. Für die Freunde der wahren Lehre sicher eine Geschichte des Niedergangs, für andere wohl eine des Erfolgs. Auf solche Diskussionen sollten sich allerdings sehr kleine Betriebe erst gar nicht einlassen, sondern einzig und allein dafür sorgen, dass es sie noch gibt.




August 2013

Ausgedehnte Familiengräber sind selten geworden in Deutschland. Nicht nur die aufwendige Pflege schreckt ab, sondern vermutlich auch die lebenslange Aussicht auf Platzierung des eigenen Namens im Feld links neben Großtante Clara. Hier zeigen die Fotos vom Frankfurter Hauptfriedhof, dass sich mit relativ wenig Aufwand an Reinigung und steinmetzmäßiger Bearbeitung optisch viel erreichen lässt.

















Juni 2013

Der martialische Spruch aus einem in Verruf geratenen Bestseller, kaum lesbar, aber in Stein, für die Ewigkeit gemeißelt, soll nicht länger Familienmotto bleiben. Auch beim Vergessen und Löschen alter Fehltritte – hier auf dem Frankfurter Hauptfriedhof – kann der Steinmetz bzw. Bildhauer weiterhelfen. Und das garantiert gründlicher als Google.







August 2012


Für alle Designer von Möbeln, die des ewigen Rohstoffs Holz überdrüssig sind, ist Naturstein besonders interessant.

So stellte ich gerne der angehenden Architektin Frau Walze 28 kleine Schieferplättchen zur Verfügung, aus denen sie das Modell für einen „Sekretär“, wie sie das nannte, erschuf. Was sie wirklich im Sinn damit hatte, eher eine Art Rauminstallation, erschloss sich mir erst nach der Übersendung ihrer Präsentationszeichnungen: Plattenbau – einmal anders.















Juni 2012

Das Material Stein nehmen die meisten von uns im Alltag sicher nur flüchtig mit den Augen wahr: man weiß, es ist hart und stabil, so dass man getrost entlang von Fassaden oder unter Gewölben laufen kann – wehe aber, wenn es bröselt oder katastrophal einstürzt, dann kommt es durch Gewicht und Scharfkantigkeit zu bösen Verletzungen. Die Farben sind meist angenehm dezent, sympathisch gemasert und selten mit grellem Akzent. Schalten wir einmal den Gesichtssinn aus und versuchen, die unterschiedlichsten Steine zu tasten, zu wiegen, zu riechen, zu zerkleinern usw., dann werden wir mit dem Material allmählich vertraut wie sonst nur der bearbeitende Steinmetz.

So war es also eine Art kollegiale Sympathie, mit der ich der Bitte nachkam, für die Sachkundeecke einer Schule für blinde und sehbehinderte Kinder in Friedberg verschiedene Steinsorten zur Verfügung zu stellen. Die Idee dazu ging von Frau Friemann aus, angehende Lehrerin an dieser Schule, der die Steine im Unterricht von Nutzen waren. Zum Dank stellte sie nebenstehende Fotos zur Verfügung.






Mai 2012


Zwei Beispiele für Restaurierungen von historischen Grabmalen mit neuer Inschrift:

Oberes Foto zeigt ein Kreuz aus weißem Marmor auf einem Sockel aus Muschelkalk. Das Grabmal wurde vor 130 Jahren auf dem Frankfurter Hauptfriedhof errichtet für einen evangelischen Pfarrer und Konsistorialrat und steht jetzt in Mainz.

Das wuchtige Grabmal auf dem unteren Bild ist etwa ebenso alt und besteht aus Muschelkalk. Es wurde nur wenige Meter von seinem Ursprungsort auf dem Hauptfriedhof zum neuen Grab versetzt.









 



Dezember 2011


Nicht nur das Jahr wechselt, sondern auch die Bankkonten der steinwerkstatt rosemann. Nach Jahrzehnten wird das Girokonto bei der Postbank gekündigt, die inzwischen von der Deutschen Bank übernommen wurde. Deren fatale Rolle bei Finanz- und Nahrungsmittelspekulationen soll keinen Tag länger unterstützt werden.

In Zukunft wird der Zahlungsverkehr über eine regionale Genossenschaftsbank abgewickelt. Ebenso wechselt das Geschäftskonto von der Degussabank, die klassisches Investmentbanking betreibt, zu einer Ökobank.




Oktober 2011


Zwei neue Urnengrabanlagen aus rotem Mainsandstein. Das Material ist preiswert, kurzfristig lieferbar und ökologisch unbedenklich, wenn auch nicht so pflegeleicht wie polierte Steine.


Auf dem Foto oben erkennt man wegen des niedrigen Erdpegels die Stahlwinkel, mit denen die Einfassungsteile zusammengehalten werden. Sie sind noch immer nicht überall so selbstverständlich wie bei der steinwerkstatt rosemann von Anfang an.















Juni 2011

Wer mit Stein beruflich zu tun hat, fährt alle zwei Jahre zur Fachmesse stone-tec nach Nürnberg. Zwar laufen ihr international die Ausstellungen in Verona und besonders Xiamen zunehmend den Rang ab. Für die Belange eines kleinen Steinmetzbetriebs ist das Angebot in Nürnberg aber immer noch völlig ausreichend.

Hier geht es einmal darum, neue und pfiffige Ideen zu sammeln und aktuelle Trends nicht zu verschlafen. Andererseits bestätigt so mancher fachliche Plausch auf wohltuende Weise, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen.

Und natürlich sorgten auch diesmal wieder der freigiebig spendierte Kaffee mit Gebäck sowie die leckeren Nürnberger Würstchen im Brötchen für gute Laune.




















Mai 2011


Aus Alt mach Neu, nächstes Beispiel: Hier wurden nicht nur das Kreuz und die Schriftgitter neu patiniert, sondern auch die Reihenfolge der Namen geändert.

Auf rauem Felsen lassen sich die alten Dübellöcher optisch zufriedenstellend wieder schließen, was bei polierten Steinen nicht möglich ist.



















März 2011

Baumgräber verdanken ihre Beliebtheit nicht nur der Pflegeleichtigkeit, die ein effizienzoptimierter Alltag zunehmend verlangt. Zudem ist der Baum wohl mächtigstes Symbol für den ewigen Zyklus der Natur und dient als Ort der Urnenbestattung einem sozusagen philosophischen und immateriellen Gedenken an verstorbene Angehörige.

 

Eine zusätzliche kleine Steinplatte wie hier aus Vanga-Granit mit Namen und Lebensdaten bildet im Trauerhain des Westhausener Friedhofs in Frankfurt jeweils einen Teil eines 6-stelligen Familiengrabs.





Februar 2011

Große jüdische Gemeinden wie in Frankfurt am Main unterhalten auch eigene Friedhöfe, deren Platzbedarf wegen der unbegrenzten Ruhefristen schnell wächst. Die Gestaltung der Grabmale, sonst zunehmend ins Belieben der Angehörigen gestellt, folgt hier noch klaren Grundsätzen. Die Form soll einfach sein, symmetrisch und ohne Schmuckformen. Hebräische Glaubensformeln und der Davidstern dürfen nicht fehlen. Anstelle von vergänglichen Blumenbeeten ist das jüdische Grab mit einer Steinplatte oder Kies abgedeckt.

 

Hier eine Grabanlage auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Frankfurt aus blaugrauem Orion-Gneis, konzipiert und aufgestellt von der steinwerkstatt rosemann.




Oktober 2010


Schiefer ist in letzter Zeit aufgrund seiner Urwüchsigkeit auch als Material für Grabmale immer beliebter geworden. Hier eine Liegeplatte mit eingestrahlter Schrift und handwerklich bearbeiteten Kanten auf einem Urnengrab im alten Teil des Frankfurter Hauptfriedhofs.










September 2010


Schlichte, aber markante Doppelstele mit ausgespartem Kreuz und tief eingestrahlter Schrift, Material: Roter Mainsandstein, aufgestellt auf dem Friedhof Eschborn-Niederhöchstadt.







Weißer Marmor ist nicht nur der Stein eines Michelangelo und Phidias, sondern auf sonnigen Plätzchen auch ein schönes Material für Grabmale in nördlicheren Gefilden. Hier ein stattliches Exemplar mit dem Relief eines Magnolienbaums aus der steinwerkstatt rosemann.








August 2010


Grabmale, die von den Angehörigen oder den Verstorbenen selbst geschaffen wurden, rühren den Betrachter selten durch große Meisterschaft, vielmehr, paradox und eine leise Provokation auf dem Friedhof, durch ihre Lebendigkeit. Sie machen den Toten anschaulich, offenbaren etwas Persönliches in oft nachhaltigerer Form als ein Foto.

Hier zwei neuere Beispiele aus dem Auftragsbuch der steinwerkstatt rosemann, deren Arbeit im soliden Gründen und Versetzen bestand.

Die Skulpturengruppe aus Speckstein stammt aus dem überquellenden Nachlass eines alleinstehenden Mannes. Die eigenwillige Formensprache erinnert an die Arbeiten der sehenswerten Ausstellung “Weltenwandler – Die Kunst der Outsider“ in der Frankfurter Schirn.

Mit einer aufs Wesentliche konzentrierten Skulptur aus grobem Michelnauer Tuff stellte die Schöpferin das Lieblingstier ihres verstorbenen Mannes dar: einen Pinguin.





Juli 2010


Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor Ihrer verschlossenen Wohnungstür ohne Schlüssel, legen kurz den Finger auf ein Metallplättchen an der Seite und die Tür öffnet sich. Das ist längst serienreif, nennt sich Fingerscan und wird derzeit in Häuser und Wohnungen deutlich oberhalb des sozialen Wohnungsbaus eingebaut.

Ist das Türgewände aus Sandstein und soll der Sensor darin plan eingesetzt werden, kann freilich auch dieses Hightechwunder nicht auf traditionelle Steinmetztechnik verzichten. Auf den Millimeter genau („auf den Riss“) arbeiten konnten schließlich schon die alten Ägypter. Die sind in vielem unerreicht, hätten aber diese feine Ausarbeitung in rotem Mainsandstein bei einem Altbau in Dreieich-Buchschlag auch nicht besser hingekriegt.











Juni 2010


Diese schöne Urnengrabanlage aus dunklem Padang hatte die Kundin fast allein entworfen. Und nach der Fertigstellung auch noch brillante Fotos davon geschossen. Na gut, dazwischen ist die steinwerkstatt rosemann auch kurz tätig gewesen und hat unter anderem alles passgerecht und wohlgegründet auf dem Frankfurter Hauptfriedhof aufgestellt.



















Mai 2010

Eine Kirche zu verschönern (oder gar aufzubauen) war schon für die Steinmetze des Mittelalters eine besondere Ehre. So hat die steinwerkstatt rosemann den Auftrag der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Frankfurt-Sachsenhausen für eine Gedenktafel für ihren verstorbenen Pfarrer Norbert Leber mit besonderer Sorgfalt ausgeführt.

Das Material ist Kirchheimer Muschelkalk. Aufgrund der geringen Plattenstärke wurde die Schrift eingestrahlt, nicht traditionell eingehauen. Da die oft langweilige Präzision einer Computerschrift hier deplatziert gewesen wäre inmitten der teils improvisiert wirkenden Vorgängerinschriften, kam sie nicht zur Anwendung. Stattdessen wurde die Strahlfolie mit der Hand ausgeschnitten.










 

April 2010

Bronzelampen am Grab stehen meist einzeln auf Sockel oder Abdeckplatte. Dass es auch anders geht, zeigt diese kleine Grabstele aus hellem Padang auf dem Dorffriedhof in Friedberg-Dorheim. Zwischen „Basis“ und „Kopf“ bildet die Laterne das Mittelstück.








Dezember 2009

Ein Wesen mit vier Armen und Händen kann, sollte man meinen, ganz gut auf eine Extremität verzichten. Zumal wenn es sich um einen Gott handelt, in diesem Fall die indische elefantenköpfige Gottheit Ganesha. Wenn diese aber aus weißem Marmor besteht und in einer Zirkusshow für exotischen Reiz sorgen soll, wird ihre in viele Teile zersprungene Götterhand ein Fall für die steinwerkstatt rosemann.

Nach gut zwei Stunden war aus dem komplizierten Bruch wieder eine glatte weiße Marmorhand geworden. Ach ja, die Show „India“ kann ich nach allem, was ich so hinter den Kulissen erspähen konnte, empfehlen.













November 2009

Diese edle Marmorstele aus dem markant gemaserten griechischen Marmor Sirio konnte die steinwerkstatt rosemann im November fertigen und versetzen.

Größe und Stärke der Inschrift wurden bewusst dezent gewählt, denn ihre Lesbarkeit ist auf dem leuchtend hellen Marmor außerordentlich gut.






Oktober 2009

Wie augenfällig das Erscheinungsbild eines Grabmals durch gründliche Reinigung und Neutönung der Schrift gewinnt, zeigt diese Urnengrabanlage aus Kirchheimer Muschelkalk auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.

Jetzt lassen sich auch die herausgemeißelten Einzelteile der Kopfskulptur wieder gut erkennen: ein aufgeschlagenes Buch neben Schwertknauf und Eichenlaub, darüber die zerbrochene Waage. Ein Jurist wurde hier zu Grabe getragen, die Inschrift bestätigt es.

Da auf dem stehenden Stein kein Platz mehr für weitere Inschriften war, fertigte die steinwerkstatt rosemann eine neue Vorliegeplatte aus gleichem Material und mit gleichem Schrifttyp an. Sie fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein.










August 2009

Auch wenn die Ausführung jetzt schon zwei Jahre zurückliegt: Für mich bleibt die wuchtige Stele aus klavierlackschwarzem Gabbro im alten Gewann C auf dem Frankfurter Hauptfriedhof ein markanter Verweilort. Sie erinnert an den bekannten Musikprofessor und Pianisten August Leopolder, der im Alter von 101 Jahren verstarb.

Sein Grab, immer liebevoll gehegt und gepflegt, wird gerne von zahlreichen Freunden und Schülern aus dem In- und Ausland aufgesucht.






Juni 2009

Grabsteine in Herzform sind beliebt, aber heikel. Beliebt – denn wie lässt sich besser das Gefühl der Verbundenheit direkt in eine starke und materialbedingt ewigwährende Symbolform umsetzen? Heikel – denn das Herz genießt unter ästhetisch geschulten Geistern als „kitschig“ und „verbraucht“ keine gestalterische Wertschätzung.

Konkret ausgeführt wird das Herzig-Putzige dieser allzu geläufigen Form wieder zum Herzlich-Verbundenen, wie hier bei einer Urnengrabanlage aus Multicolor Red auf dem Hauptfriedhof Frankfurt, realisert von der steinwerkstatt rosemann.





Mai 2009

Die Behandlung von Naturstein im Außenbereich mit wasser- und schmutzabweisenden Imprägnierungsmitteln ist bei vielen Steinpuristen verpönt. Und wirklich ist es für jemanden, der im Umgang mit Stein vertraut ist, gewöhnungsbedürftig, wenn die natürliche Dunkelfärbung bei Nässe ausbleibt und die Wassertropfen wie auf Metall oder Kunststoff abperlen. Das sogenannte „Atmen“ des Steins, seine Fähigkeit, Wasser durch offene Poren aufzunehmen, zu speichern und wieder abzugeben, wird chemisch unterbunden. Gleichzeitig wird, zumindest für einen gewissen Zeitraum, der Eintrag von Algen und anderen verfärbenden Substanzen verhindert.

Deshalb verwendet auch die steinwerkstatt rosemann in begrenztem Umfang Imprägnierungen wie hier bei einer Grabanlage aus geflammtem, also oberflächenrauen Himalaya-Gneis in Oberursel-Weiskirchen.








April 2009


Eine eher selten genutzte, aber wirkungsvolle Form der Grabmalrestaurierung ist die Neupatinierung der Bronzeschrift. Dabei wird die verblasste Altschrift schonend vom Stein abgelöst, anschließend an die Gießerei zur Erneuerung eingesandt und schließlich in die vorhandenen Dübellöcher wiedereingesetzt.

Hier ein Liegestein aus hessischem Diabas auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Begraben ist hier unter anderen die Urne von Otto Brenzel, einem KPD-Abgeordneten des letzten frei gewählten Reichstags. Er musste in der Nazizeit aus Deutschland fliehen und starb kurz nach dem Krieg in Dänemark. Seine Frau Luise Brenzel wurde in Sippenhaft genommen und verbrachte viele Jahre in Zuchthaus und Konzentrationslager.













März 2009

Erst seit gut zehn Jahren sind auf Frankfurter Friedhöfen Grabeinfassungen und Teilabdeckungen zugelassen. Viele Angehörige nutzen seitdem diese Möglichkeit, ein Grab bei reduziertem gärtnerischen Aufwand dennoch jederzeit gepflegt erscheinen zu lassen.

Hier ein Beispiel der nachträglichen Ergänzung und Formung eines Altgrabs mit poliertem Himalaya-Gneis auf dem Friedhof Frankfurt-Eschersheim. Anlass dazu war eine weitere Bestattung im Familiengrab. Die Ausführung von eingehauener Zweitschrift, Einfassung und genau eingepasster Teilabdeckung lag in den bewährten Händen der steinwerkstatt rosemann.














Februar 2009

Farbe auf dem Friedhof sieht man außer bei Kränzen und Blumen eher selten.
Es soll ja dezent und würdig zugehen, Jahrmarktsbuntheit ist da fehl am Platze. Mit dieser Nischenplatte auf dem Hauptfriedhof Frankfurt erschaffen Auftraggeber und Steinmetz eine kleine Ausnahme von der Regel.







Dezember 2008

Urnengrabanlagen mit Einfassungen sind von einer Person recht gut aufzubauen und deshalb ein Schwerpunkt meiner Tätigkeiten. Doch auch hier steckt die Tücke im Detail. Wird beispielsweise ein schräg gestellter Liegestein nicht dem Anschlussstück der Umrandung angepasst, klafft eine hässliche Lücke.

Nicht so bei den Ausführungen der steinwerkstatt rosemann. Das Foto zeigt ein Urnenwahlgrab auf dem Friedhof Dreieich-Götzenhain.
















November 2008

Nachschriften direkt auf dem Friedhof einzugravieren, gehört für die steinwerkstatt rosemann inzwischen zum Alltag. Wenn es das Material zulässt, arbeite ich gerne rein handwerklich mit Hammer und Schrifteisen. Es dauert auch nicht länger und der Transport von schweren und unhandlichen Geräten entfällt.

Hier war eine Schrift in eine nachgebildete Urne aus mittelhartem Travertin einzuschlagen, der wegen seiner Löchrigkeit erhöhte Anforderungen stellt.

















Oktober 2008

Versteinertes Holz ist eine seltene, aber durchaus schöne und praktikable Alternative für Angehörige, die das Glatte und Polierte vieler Grabsteine nicht schätzen.

Bei diesem Urnenstein war das Interesse der Kundin durch ein Foto geweckt. Meine Recherchen ergaben, dass ein Sammler in der näheren Umgebung einige Stücke abgeben wollte. Dorthin angereist, fanden wir tatsächlich ein von Größe und Form her ansprechendes Exemplar.

Mit einem dezenten Schriftzug aus Edelstahl versehen, steht das Grabmal nun auf seinem Platz auf dem Friedhof Bergen, sicher das einzige seiner Art auf diesem stillen Dorffriedhof.











September 2008

Am 28. September fand der erste Frankfurter Stadtteilsonntag auch in Bornheim statt, wo zeitgleich das traditionsreiche Weinfest zum Schoppepetzen einlud. Gestaltet vom Gewerbeverein Bornheim Mitte öffneten Läden ihre Türen und schlugen Vereine und Handwerker ihre Zelte auf. Natürlich mit dabei die steinwerkstatt rosemann mit einem kleinen Stand direkt am Uhrtürmchen.

Viele nutzten die Gelegenheit, dem Steinmetz beim Einhauen von Schrift mit Hammer und Meißel zuzugucken oder ein Fachgespräch über Naturstein in Haus, Garten oder Friedhof zu führen.

Ein schöner Nachmittag bei herrlichem Wetter – aber wie war eigentlich der Wein?











August 2008

Eine Sitzbank aus hellem Postaer Sandstein wurde vor vier Jahren, damals ein Schmuckstück, auf dem Hanauer Hauptfriedhof versetzt. Der Stein hell und offenporig, eine wasserabweisende Imprägnierung auf Anraten des Lieferanten nicht vorhanden, der Standort schattig und feucht – es kommt, wie es kommen muss, die Bank vergammelt.

Die Auftraggeber, in diesem Fall die eigenen Eltern, sind darob nicht begeistert oder, frei nach Wilhelm Busch: Der Vater mahnt, die Mutter quengelt, auf dass der Steinmetz endlich dengelt.

Der kommt langsam auf Touren. Erst Reinigung mit Hochdruckreiniger, dann Abschleifen mit keramikgebundenen Schleifringen und grobem Schleifpapier: zu schwach, die Verfärbungen sitzen tiefer. Dann Sandstrahlen mit mobiler Anlage: zu stark, der Strahl reißt kleine Löcher in den Stein. Schließlich der Durchbruch mit einem groben Diamantschleifteller: nach 1 - 2 mm Abtrag der Oberfläche erscheinen wieder die schönen ockerfarbenen Schlieren des Originals.

Ein Schreiner hobelt noch die rissig und grau gewordene Holzauflage glatt, alles wird mit passenden Präparaten wasserabweisend imprägniert.

Ab sofort, gelobt der säumige Sohn, fährt er mindestens vierteljährlich einmal zur Nachimprägnierung nach Hanau. Und einen Kaffee bei Muttern hat er sich damit auch verdient.









Juli 2008

Bei manchen Aufträgen haben Kunden und Ausführende gemeinsam einen verschlungenen Weg zurückzulegen, bis am Ende erleichtert, zufrieden und auch stolz das Ziel erreicht wird.

Vom Auftraggeber betriebene Eigenrecherchen im Internet, verschiedene Lieferanten und deren Gestaltungsideen, die Auswahl und Platzierung der Efeublätter – all dies machte es nicht immer leicht, den roten Faden bis zur Fertigstellung weiter zu verfolgen.

Am Ende wirkt diese Urnengrabanlage in Bad Vilbel aus Atlantis-Quarzit wie aus einem Guss. Ein würdiges und bleibendes Andenken an den Verstorbenen ist geschaffen.













Juni 2008


Einen Liegestein in Buchform zu versetzen, ist wohl für viele Steinmetze alltäglich. Auch, dass solch steinernes Buch auf einem Sockel und dieser auf einer massiven Platte befestigt wird, ist mithilfe eines durchgehenden Dübels nicht schwer zu bewerkstelligen.

Bei dieser Grabanlage aus Orion in Frankfurt-Bockenheim wünschten die Kunden aber die leichte Demontierbarkeit des Buchs für die Anbringung einer Nachschrift. Die Lösung auf dem Papier (Gewindestab mit Kontermutter) war schnell gefunden. In der Praxis musste etwas experimentiert werden, bevor das Ergebnis überzeugen konnte.














April 2008


Besuch von einem Generalkonsul, noch dazu aus dem fernen Brasilien, hat selbst die weltoffene steinwerkstatt rosemann nicht alle Tage. Der Grund dafür war eine mehrfach gebrochene Kommodenauflage aus buntem Kalkstein, die der Generalkonsul mir zur Reparatur anvertraute. „I´m shure you´ll do a perfect job“, meinte er zum Abschied.

Ein paar Tage später war die Platte mit zwei Metallschienen armiert, die Fehlstellen dauerhaft und farblich passend gekittet.  Ein herzliches „Foi um prazes, Senhor Consul-Geral!“, Brasiliens Farbenpracht leuchtet wieder.
















März 2008


Ein Lkw stößt in der Hofeinfahrt zurück und beschädigt mehrere Fassadenplatten, die ausgetauscht werden müssen. Routinearbeit für den Steinmetz, sollte man meinen.

In diesem Fall, einem modernen Geschäftshaus in Frankfurt-Höchst, war ein eher seltener portugiesischer Granit verbaut worden, der importiert werden musste. Die Platten wurden auch in Portugal perfekt gefertigt, nur nicht optimal verpackt, sodass sie bei Eintreffen allesamt wie angeknabbert aussahen.

Mithilfe von Steinmehl und Spezialkleber ließ sich dann doch noch ein schönes Ergebnis erzielen und die Fassade wie neu aussehen.

 












Februar 2008


Frankfurts traditionsreichstes Altenpflegeheim, das Versorgungshaus und Wiesenhüttenstift, ist umgezogen in sein neu errichtetes Haus im Stadtteil Preungesheim.

Auch die schönen alten Schrifttafeln aus poliertem Kalkstein mit den Namen der „Pfleger“ (ehrenamtliche Vertreter der Stadt) sollten an neuer Stelle und in neuem Glanz erstrahlen. Um uptodate zu sein, mussten viele neue Namen von Hand eingemeißelt und alte Daten ergänzt werden.

Die Wiedermontage in den neuen Räumen war insgesamt problemlos. Mein Team und ich brachten die Tafeln mittels Hubwagen in Position und befestigten sie anschließend mit starken Dübeln.





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